Sammelkalender

Januar - Februar

 

Essbare Wildpflanzen im Winter

In der Winterzeit wachsen natürlich nicht so viele Kräuter wie im Sommer, aber einige Pflanzen nutzen milde und sonnige Wintertage direkt aus und sprießen drauflos. Wenn wir uns ein klein wenig Mühe machen und im Laub oder unter dem Schnee suchen, werden wir fündig und entdecken auch da das ein oder andere Kräutlein! 

Das Scharbockskraut bildet im Vorfrühling auf feuchten Wiesen und im Wald regelrechte grüne Teppiche.

Es gehört zur Familie der Hahnenfussgewächse, die sonst nicht viel Essbares bietet. Die glänzenden herzförmigen Blättchen des Scharbockskrautes können wir nur solange verwenden, bis die kleinen gelben Sonnenblüten erscheinen, aber dann schmeckt es auch nicht mehr.

Wir können die Blättchen in kleinen Mengen roh als Zugabe zu Salaten und Smoothies verwenden, es ist vitaminreich und bringt den wintermüden Stoffwechsel in Schwung.


Bachbunge

wächst im Winter an Bächen und in feuchten Gebieten, grün, krautig und leicht bitter

Brunnenkresse und bitteres Schaumkraut

die sich sehr ähneln, wachsen an feuchten Standorten und sind relativ winterfest

Feinstrahl oder Berufkraut

Blätter für Salat und Smoothies

Erdbeerblätter

die Blättchen der Walderdbeere ergeben im Winter eine gut verfügbare grüne Zutat für Smoothies

Gänseblümchen

Blattrosetten und auch Blüten sind auf fast jeder Wiese zu finden, sie schmecken würzig und nussig, manchmal ein wenig bitter

Gartenkresse

und andere Kressearten findet man im Wald, an Wegrändern, manchmal auch zwischen Pflastersteinen auf lockerem Boden. Sie liefern eine gesunde Würze für Salate.

Giersch

kleine Blättchen gibt es bei milder Witterung unter Büschen

Gundelrebe, auch Gundermann genannt

schmeckt sehr würzig und sollte eher sparsam dosiert werden

Hirtentäschel

kleine, würzige Blattrosetten

Knoblauchsrauke

würzige Blättchen mit feinem Knoblaucharoma

Labkraut

kleine filigrane Triebe für Salate und Smoothies

Löwenzahn

kleine Blättchen für Salate und Smoothies

Nelkenwurz

wächst sehr gut im Winter, Blätter sind gut für Smoothies geeignet, die Wurzel riecht und schmeckt leicht nach Gewürznelke

Rainkohl

der im Sommer viel mehr Bitterstoffe entwickelt, hat in milden Gegenden üppige Blattrosetten, die einen Salat mit zartem Grün bereichern

Ruprechtskraut oder Stinkender Storchschnabel

Kleine Blättchen als Würze

Schafgarbe

Blätter als würzige Salatbeigabe und in kleinen Mengen im Smoothie

Spitzwegerichblätter

Vogelmiere

wächst im Winter teilweise recht üppig in Büscheln und unter dem Schnee, die zarten, zerbrechlichen Triebe sind vitaminreich und gesund. Sie schmecken im Salat wie junger Mais. Dem grünen Smoothie geben sie geschmacklich eine erdige Komponente.

 

 

Am besten verzehren wir diese vitaminreichen Schätze roh, im Salat oder im Smoothie oder als Würze für Kräuterbutter, Kräuterquark, Dip oder Pesto. Da einige der Pflanzen reichlich gesunde Bitterstoffe enthalten, machen sie sich sehr gut in Kombination mit Äpfeln oder Karotten.

Ist alles schneebedeckt, bleiben uns vielleicht noch die Brombeerblätter - für eine extra Portion Chlorophyll! Vorsicht, die Mittelrippe ist dornig, Handschuhe sind empfehlenswert! Auch für den Hochleistungsmixer rate ich, die pieksigen Rippen oder Stiele der Blätter mit der Schere abzuschneiden!